Stadtverwaltung Gifhorn und GWG arbeiten eng zusammen

Begehung des Lindenhofes mit Bürgermeister Matthias Nerlich, Axel Gedaschko (Präsident GdW), Regine Wolters und Andreas Otto (GWG-Vorstände), Dr. Thomas Walter (1. Kreisrat) und Dr. Susanne Schmitt, Direktorin vdw (v.l.n.r.)

Erst die Diskussion um Enteignung und jetzt droht in Berlin auch noch der Mietendeckel. Aktionen wie diese zeigen die Hilflosigkeit, mit der die Politik versucht, dem Wohnungsmangel zu begegnen. Dass sie damit die Falschen bestraft, geht in der hitzig geführten Diskussion oft unter. Ein gutes Beispiel guter Zusammenarbeit und gemeinsam gedachter Wohnungspolitik zeigt die enge Zusammenarbeit der Stadtverwaltung Gifhorn mit der Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft eG (GWG). „Es sind gerade gemeinwohlorientierte Unternehmen wie Genossenschaften, die per se das Potenzial haben, für Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen“, sagt Andreas Otto, GWG-Geschäftsführer.

“Oftmals nimmt die Politik und zum Teil auch die Öffentlichkeit die Vorteile einer Wohnungsbaugenossenschaft nicht wahr. In den Hotspots werden sie mit den rein profitorientierten Unternehmen in einem Atemzug genannt. Dabei ist genossenschaftlicher Wohnungsbau der genaue Gegenentwurf zur Preistreiberei auf dem Wohnungsmarkt,” so Otto weiter. “Die GWG bietet übrigens gut 1.000 Wohnungen mit einem Mietpreis bis EUR 5,00 pro Quadratmeter an.”

“Die jahrelange gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der GWG und der Stadtverwaltung Gifhorn ist von Vertrauen und Wertschätzung geprägt. Unsere letzten Neubauprojekte „Magdeburger Ring“, „Lindenhof“ und aktuell in der Herzog-Franz-Straße „Franz & Klara“ mit insgesamt rund 120 Wohnungen haben und werden einen nachhaltigen und vor allem mietpreisdämpfenden Charakter auf die Wohnungsnachfrage in Gifhorn haben”, ist sich der GWG-Chef sicher.

Der aktuelle Wohnungsmarktbericht der Nbank zeigt, dass der Landkreis Gifhorn und somit auch die Stadt Gifhorn in erster Linie von der Nähe zu den bevölkerungsreichen sowie wachstumsdynamischen Großstädten Wolfsburg und Braunschweig partizipieren. Die aktuelle Wohnungsbedarfsprognose der NBank (WOM) sagt für die Jahre 2025 bis 2040 in der Stadt Gifhorn sogar Wohnungsüberhänge (Leerstände) im Einfamilien- und Mehrfamilienhausbereich voraus.

Die in der Vergangenheit ausgewiesenen Wohnbauflächen entfielen zu einem großen Teil auf Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Geschosswohnungsbau war somit lange Zeit unterrepräsentiert. Auf die augenblickliche wachsende Nachfrage in diesem Segment reagiert die Stadt Gifhorn mit Neuausweisungen und einem Nachverdichtungskonzept. Laut WOM sind die Landkreise Gifhorn und Osnabrück sowie die Städte Hannover, Braunschweig und Osnabrück drei urban geprägte Ballungsräume als räumliche Schwerpunkte für (künftigen) Mehrfamilienhausbau.

“Die Planungen der GWG für die Zukunft beinhalten vor diesem Hintergrund in erster Linie die Erhaltung und Modernisierung des Bestandes als auch den bedarfsgerechten Neubau im Rahmen ihrer Möglichkeiten und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit,” so Otto abschließend.